Der Namensgeber unseres Chores die Firma Gritzner steht vor allem für Nähmaschinen. In den 1950er Jahren als Reiselust und Mobilität wieder erwachten, begann man auch mit der Produktion von Mopeds und Motorrädern. Brummi, Monza und Milano hießen die Modelle, die auch für die Sehnsucht nach heiler Welt und Italien standen.
Im Museum in der Karlsburg wird diesem Teil der Durlacher Geschichte eine Sonderausstellung gewidmet. Zur Ausstellungseröffnung im Festsaal der Karlsburg übernahm der Chor die musikalische Umrahmung.

Foto von Frau Gustai: Quelle Durlacher.de
Wir bedanken uns bei kultur. karlsruhe für die Genehmigung, dieses Foto auf unserer Homepage zu veröffentlichen.
Zur Einstimmung auf diese Zeit der positiven Emotionen erklang auf italienisch "Funiculi, Funicula". Ebenfalls zeittypisch war das launige "Ich will keine Schokolade" . Mit " Perhaps love" und "Bridge over troubled water" endete die Feier und die Ausstellung im Dachgeschoss wurde eröffnet.
Nach so viel Schönem ließen die meisten den Tag in froher Runde im Schlosspark ausklingen. Durlach kennen Durlach lieben!


Gritznerchor Chorwochenende 14. bis 16. März 2025
Unser diesjähriges Chorwochenende führte uns wieder in das Hotel Traube nach Seewald- Göttelfingen - bereits zum 11. Mal!!
Während in Durlach bei der Abfahrt noch mild die Sonne schien, empfing uns dort oben die Kälte, und diesige Schwaden des Vorfrühlings umhüllten das Anwesen.

Der herzliche Empfang durch Frau Seeger-Seyfried tat gut und wir fühlten uns gleich heimelig.
Die vor uns liegenden 3 Tage dienten der Vorbereitung für das Konzert im Herbst.
Seit Oktober probten wir nun bereits mit unserem neuer Chorleiter Daniel Salzmann und stellten begeistert fest, dass Probenarbeit und Spaß sich nicht ausschließen: es darf auch gelacht werden.
Nach den intensiven Proben und einem leckeren Abendessen war wie jedes Jahr Entspannung angesagt. Wen es zu einem Spaziergang nicht nach draußen zog, der konnte seine Kräfte auf der Kegelbahn messen, oder sich mit anderen in der gemütlichen Gaststube zum Reden, Spielen oder Singen treffen.


Als zu später Stunde eine Gitarre den Takt vorgab, war bei Evergreens wie 'Ich war noch niemals in New York " die Müdigkeit des Tages verschwunden und erst am frühen Sonntag Morgen gingen die Letzten auf ihre Zimmer.
Nach einer gemeinsamen letzten Probe endete das Wochenende am frühen Nachmittag. Danke auch an Daniel dem die schwerste Aufgabe zugefallen war, nämlich uns alle zu „bändigen“. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!
Mit den ersten Klängen des Pianos verstummte das Raunen des Publikums im vollen Festsaal der Karlsburg , und der Gritznerchor schritt - sich im Takt des Gospels 'My Lord what a morning' bewegend - nach vorne auf die Bühne.
'BeziehungsWeise' als Motto des Konzerts soll dafür stehen, dass es im menschlichen Miteinander um Gefühle geht. Wie es Victor Hugo ausdrückte " Die Musik drückt aus was nicht gesagt werden kann und worüber es unmöglich ist zu schweigen" .
Beziehungen sind in schweren Zeiten wie eine Brücke dafür steht der bekannte Song
'Bridge over troubled water' der emotional sehr berührend vorgetragen wurde. Sich selbst und sein Leben wie im Spiegel sehen beim Hören eines fremden Liedes diese Situation beinhaltet der Song 'Killing me softly' .
Nach einem Ausflug ins italienische mit dem Hit "Funiculi Funicula" betrat der Gastchor "Die Zehn Bulach A Capella" unterstützt durch die "Schrillmänner" die Bühne. Der Männerchor ist ein reiner Vocalchor und begeisterte mit Liedern wie "Only you" oder "Going home".
In der Pause bestand Gelegenheit die vom Chor selbstgestaltete Deko wie Füllhörner und wippende Kraniche aus Notenpapier gefaltet zu bewundern.
Im zweiten Teil spannten die Zehn Bulacher einen grossen Bogen von Titeln wie "Freie Liebe" und "Nur noch kurz die Welt retten" bis zum isländischen "A° Sprengisandi".
Zum grossen Crescendo rief der Gritznerchor mit dem energiegeladen vorgetragenen Titel "Tribute to Queen " sowie "You've got a friend in me". Der neue Chorleiter Daniel Salzmann schaffte es durch seine aufmunternde Art beim " Lean on me" dem Chor die letzten Reserven zu entlocken und das Publikum applaudierte begeistert. Grosser Dank auch an den Pianisten Tarek El Barbari für seine feinfühlige Begleitung.

Erschienen in Grötzingen Aktuell am 07. November 2025. Geschrieben von Jennifer Warzecha, die uns freundlicherweise die Veröffentlichung auf unserer Homepage gestattet hat.